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Templeton Asian Growth: Wie attraktiv ist das Schwergewicht?

Emerging Asia und asiatische Entwicklungsländer: BIP laufende Preise

Der Templeton Asian Growth ist in der Kategorie Aktienfonds Asien-Pazifik-Region ohne Japan, Australien und Neuseeland einer der meistgekauften Fonds. Die Performance blieb jedoch in den letzten Jahren stark hinter der Vergleichsgruppe und den Erwartungen der Investoren zurück. Betrachtet man lediglich seine Wertentwicklung in den vergangenen drei Jahren, entsteht leicht der Eindruck, der Fonds hätte seine besten Zeiten schon hinter sich. Es spricht jedoch durchaus einiges für ein Investment in Asien und in den Templeton Asian Growth.

Asiens Wirtschaft wächst weiterhin kräftig

Obwohl sich in China das Wachstum etwas abschwächt, ist die asiatische Wachstumsstory nach wie vor intakt. Insbesondere in Südostasien, den ASEAN-Staaten Indonesien, Thailand, Philippinen, Malaysia und Vietnam, wächst die Wirtschaft. Deren Wachstumsraten liegen zumeist weit oberhalb derer von Industriestaaten, was vor allem auf die Erhöhung ausländischer Direktinvestitionen, z.B. in der verarbeitenden Industrie, zurückzuführen ist.

Beim BIP wird in den asiatischen Ländern mit einem ungefähr doppelt so hohen Zuwachs wie in den westlichen Industrienationen gerechnet. China geht mit staatlichen Maßnahmen gegen ein dauerhaftes Abflauen der Konjunktur vor. Auch in Südkorea, Taiwan und Hongkong stimulieren steigende Konsumausgaben die Wirtschaft. Asien wird in den kommenden Jahren einen steigenden Teil der Weltwirtschaftsleistung erbringen.

Die Region verzeichnet weiterhin hohes Bevölkerungswachstum, auch wenn dieses beispielsweise in China abflacht. Auf dem Kontinent existieren zahlreiche Wirtschaftsbündnisse, die Freihandel und Exporte fördern. In Bereichen der Hochtechnologie sind Asiens Industrieländer zum Teil führend, was sich u. a. in Chinas Raumfahrtprogramm widerspiegelt. Davon profitieren Wachstumsunternehmen und die zunehmende Mittelschicht.

Diese erlangt schrittweise mehr finanzielle Freiheit, was die Nachfrage nach binnenwirtschaftlich produzierten Konsumgütern erhöht. Ein Ziel asiatischer Staaten besteht darin, ihre digitale Infrastruktur zu verbessern, so dass sie in den kommenden Jahren den noch vorhandenen Rückstand zu den etablierten Industrienationen aufholen. Asien ist auf dem besten Weg, sich von der Werkbank mit billigen Arbeitskräften zur wirtschaftlich dynamischsten Region der Welt zu entwickeln.

Templeton mit fundierter Investmentauswahl

Der Templeton Asian Growth gehört zu den größten seiner Art. Das Fondsvolumen belief sich per 30.11.2018 auf weit über 3,2 Mrd. USD. Seine Wertentwicklung betrug in den letzten drei Jahren 5,62 Prozent p. a.. Das ist gegenüber dem Vergleichsindex MSCI AC Asia Ex Japan NR (USD) ein Minus von 0,19 Prozent. Der Wertzuwachs über fünf Jahre von 3,90 Prozent p. a. konnte weder Investoren noch Fondsmanagement zufriedenstellen.

Die im Vergleich zu ähnlichen asiatischen Investmentfonds geringen laufenden Kosten von 1,25 Prozent stellen einen Pluspunkt des Fondsvermögens dar. Anleger sollten bei der Beurteilung des Templeton-Fonds das Währungsrisiko der Investments zum Euro sowie die Volatilität der Fondspreisentwicklung nicht aus den Augen verlieren. Schwellenmärkte unterliegen größeren Schwankungen als entwickelte Aktienmärkte.

Der Fonds wurde 1991 aufgelegt, hat also eine vergleichsweise lange Historie. Er investiert hauptsächlich in China, Indonesien, Südkorea, Indien und Thailand. Anlageschwerpunkte sind Banken, Handel, Energie-, Technologieaktien und Konsumgüterproduzenten. Seit April 2017 bzw. Februar 2018 sind mit Eric Mok und Sukumar Rajah zwei neue Fondsmanager für das Portfolio verantwortlich. Beide wurden jeweils an einer renommierten Universität bzw. Business-Schule in Hongkong sowie Indien ausgebildet und haben langjährige Branchenerfahrung bei Franklin Templeton. Die Anlagestrategie folgt dem Bottom-up-Ansatz. Der fortlaufenden Überprüfung der mithilfe von qualitativer und quantitativer Fundamentalanalyse ausgewählten Aktien schließen sich wöchentliche Marktgespräche und eine laufende Risikokontrolle des Investmentvermögens an.

Templeton Asian Growth und lokale Expertise

Das Research und die Selektion der Titel des Fonds erfolgt aus Tausenden asiatisch-pazifischen Einzelwerten. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft Franklin Templeton verfügt über mehr als 20 Jahren Investmentkompetenz in Schwellenländern. Sie stützt sich dabei nicht nur auf theoretische Studien und Analysen, sondern führt direkt vor Ort Unternehmensbesuche durch. Ziel der Fondsmanager ist es, mindestens einmal im Jahr mit dem Management der Portfolio-Unternehmen deren Entwicklung und Kennzahlen zu besprechen. Die Fondsmanager kennen sich mit Besonderheiten, Usancen und Regularien der asiatischen Börsen aus.

Fazit

Ein langfristiges Investment in den Industrie- und Schwellenländern Asiens dürfte sich lohnen. In den kommenden Jahren wird viel Kapital an die chinesischen, nord- und südostasiatischen Märkte fließen. Die asiatische Wirtschaftspolitik setzt auf Zukunftsbranchen. Experten gehen davon aus, dass die ASEAN-Länder bis 2030 zum viertgrößten Markt der Erde werden und China die USA als größte Volkswirtschaft überholt haben.

Der Templeton-Asienfonds setzt darauf, Kapitalwachstum durch sorgfältige Auswahl der Werte nach Bottom-up-Prinzip, regionalen Kontakten sowie Kontrollen zu erreichen. Der Fonds konzentriert sich auf Werte mit hoher Marktkapitalisierung. Anleger profitieren von den langjährigen Vor-Ort-Kenntnissen des Fondsmanagements. Der Aktienfonds ist für mittel- bis langfristige Investoren geeignet, die kurzfristige Risiken akzeptieren und mit einem Produkt in Unternehmen verschiedener aufstrebender asiatischer Volkswirtschaften investieren möchten.