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Japan ETF: Drei Möglichkeiten, in Large-Caps in Japan zu investieren

Invest in Japan - Japan economy
Fuji-san: Japans Nationalsymbol

Als die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und mit einer Börse, die zu den größten weltweit zählt, ist Japan ein wichtiger Markt für Investoren.

Die Binnenwirtschaft mag ihre Herausforderungen haben, aber Japan ist nach wie vor die Heimat zahlreicher wichtiger globaler Industrie- und Konsumgüterunternehmen, darunter Toyota, Mitsubishi, Sony und Softbank.

In den letzten Jahren verzeichnete der japanische Aktienmarkt eine geringere Volatilität als einige andere asiatische Märkte, was Investoren eine Diversifizierung innerhalb Asiens ermöglicht.

Japanische Large Caps bieten Investoren daher ein Instrument zur Diversifizierung eines Asienportfolios. Es gibt mehrere Ansätze, um passiv in japanische Large Caps zu investieren wobei eine Reihe von Indizes nachgebildet wird. Die folgenden ETF, die von ComStage, Backrock und Ossiam verwaltet werden, sind drei Möglichkeiten. Diese drei Japan ETF sind alle thesaurierende Fonds. Dividenden werden also reinvestiert.

ComStage Nikkei 225 Japan ETF (EUR)

Der ComStage ETF (ISIN: LU0378453376) folgt dem bekannten Nikkei 225 Index. Dieser Index ist ein preisgewichteter Index, den viele für eine willkürliche Art der Allokation halten. Dennoch ist er nach wie vor die am weitesten verbreitete Benchmark für japanische Aktien.

Der Nikkei 225 Index bildet die größten 225 in Japan gelisteten Aktien ab. Das Ergebnis der Gewichtungsmethode ist, dass zu den größten Beteiligungen des Fonds relativ unbekannte Unternehmen wie Fast Retailing und Fanuc Corp. gehören. Es ist jedoch anzumerken, dass nur 24 Aktien ein Indexgewicht von mehr als ein Prozent haben, so dass bis auf wenige große Beteiligungen der Großteil des Index gut diversifiziert ist.

Gemessen an der Branchengewichtung, sind 21% des Fonds in Konsumgütern und knapp 20% in Industriewerten investiert. IT-, Konsumgüter-, Gesundheits- und Kommunikationswerte machen den größten Teil des restlichen Fonds aus.

Wie gut hat sich der Nikkei Japan ETF entwickelt?

Der Fonds verlor im Kalenderjahr 2018 4,96% und erzielte für den Zwei- und Dreijahreszeitraum bis Dezember 2018 eine Rendite von 5% bzw. 13,7%. Im Januar 2019 erzielte der Fonds eine Rendite von 5,52%. Die drei Jahre hinter der Sharpe-Ratio bis Ende Januar 2019 lag bei 0,85.

Der ComStage ETF hat eine jährliche Managementgebühr von 0,25%, was für japanische Large Cap ETFs relativ niedrig ist.

iShares Core MSCI Japan ETF (EUR)

Der Blackrock Core MSCI IMI ETF (ISIN: IE00B4L5YX21) bildet den MSCI Japan Index ab, der entsprechend der frei verfügbaren bereinigten Marktkapitalisierung der Aktien gewichtet wird. Die Indexmethode konzentriert sich auf die Investitionsbarkeit, indem sie Überkreuzbeteiligungen aus dem Marktwert eines Unternehmens ausklammert. Der Index umfasst 1.287 Wertpapiere und ist damit die breiteste der drei Benchmarks.

Die größten Einzelbeteiligungen beinhaltet die Toyota Motor Corp. (3,46%), SoftBank Group Corp (1,90%) und Mitsubishi UFJ (1,56%). Die größten zehn Beteiligungen machen 15,6% des Fonds aus, und nur neun Aktien haben eine Gewichtung von mehr als 1%.

Dieser Fonds weist einen etwas geringeren Anteil an Konsumgütern und eine höhere Gewichtung im Finanzdienstleistungssektor auf. Abgesehen von diesen Unterschieden ist die Zusammensetzung des MSCI-Indexsektors dem Nikkei 225-Index sehr ähnlich.

Hat die Diversifikation die Performance dieses Japan ETFs verbessert?

Der Fonds verlor im Kalenderjahr 2018 10,43% und erzielte für den Zwei- und Dreijahreszeitraum bis Dezember 2018 eine Rendite von 0,4% bzw. 7,11%. Im Januar 2019 erzielte der Fonds eine Rendite von 6,64%. Die dreijährige Sharpe-Ratio lag Ende Januar 2019 bei 0,67%.

Der Blackrock ETF hat eine jährliche Managementgebühr von 0,2%, die zu den niedrigsten für vergleichbare Fonds gehört.

Ossiam Minimum Variance Japan ETF (EUR)

Der Ossiam Japan Minimum Variance ETF (ISIN: LU1254453738) und der Index, den er nachbildet, wählt Aktien des S&P TOPIX 150 Index aus, die die niedrigste Preisabweichungen aufweisen. Der Fonds hält derzeit 76 Wertpapiere und wird monatlich neu allokiert.

Zu den größten Beteiligungen gehören Nitori Holdings (3,96%), Mizuho Financial Group Inc (3,39%), Mitsubishi Heavy Industries Ltd (3,03%) und Japan Airlines Co Ltd (2,93%). Dieser Fonds ist stärker konzentriert als die beiden anderen, so dass die größten zehn Beteiligungen knapp 30% des Fonds ausmachen.

Der bemerkenswerteste Unterschied zwischen diesem Fonds und dem BlackRock- und ComStage-Fonds besteht in einer höheren Allokation in den Bereichen Konsumgüter, Versorgung und Gesundheitswesen. Die Branchen Rohstoffe und Technologie spielen eine deutlich kleinere Rolle.

Funktioniert die Minimal-Varianz-Strategie für japanische Aktien?

Der Fonds verlor im Kalenderjahr 2018 5,51% und verzeichnete für den Zweijahreszeitraum bis Dezember 2018 eine Rendite von 8,84%. Im Januar 2019 erzielte der Fonds eine Rendite von 5,94%. Dieser ETF hat noch keinen dreijährigen Track Record, hat aber die anderen beiden Fonds in den letzten zwei Jahren übertroffen.

Der Ossiam ETF ist ein spezialisierter ETF und weist eine deutlich höhere jährliche Verwaltungsgebühr von 0,65 % auf. Es ist auch zu beachten, dass die Indexmethode zu einem höheren Umschlag führt als kapitalgewichtete Fonds.

Fazit

In den letzten Jahren hat die größere Anzahl von Aktien im japanischen MSCI-Index zu einer anhaltenden, wenn auch leicht unterdurchschnittlichen Wertentwicklung im Vergleich zum Nikkei 225-Index geführt, der preisgewichtet ist.

Der Ossiam Minimum Variance Fund hat noch keine genügend lange Historie für einen sinnvollen Vergleich. In den letzten zwei Jahren hat er sich aber sowohl bei der Rendite als auch auf risikoadjustierter Basis besser entwickelt als die ComStage- und BlackRock-ETF. Der ETF ist zwar wesentlich teurer, aber wenn die Leistung konsistent ist, sind auch höhere Gebühren gerechtfertigt