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Jollibee Foods Corporation mit überzeichneter Offshore-Kapitalerhöhung

Jollibee Foods Corporation erfolgreich in London
Jollibee - Philippinisches Fastfood in London (Quelle: easyknotcoco/Shutterstock.com)

Nach dem Kauf der amerikanischen Kette Coffee Bean & Tea Leaf (CBTL) hat die philippinische Jollibee Foods Corporation (JFC) den Sprung in den Offshore-Kapitalmarkt gewagt. Über die Singapore Exchange Securities Trading Ltd. hat das Unternehmen 600 Mio. USD aus dem Verkauf von unbefristeten Wertpapieren eingenommen.

Dieser Schritt ist unter asiatischen Restaurantketten bisher selten. Und es ist das erste Mal, dass das erfolgreiche philippinische Unternehmen seit seinem Börsengang (IPO) im Jahr 1993 versucht, Fremdkapital zu beschaffen.

Fünf Jahrzehnte Wachstum für Jollibee

Das erste Jollibee-Schnellrestaurant wurde 1978 in Manila eröffnet und das erste Franchise-Geschäft nur ein Jahr später. 1986 expandierte JCL nach Übersee mit der Eröffnung des ersten Restaurants in Taiwan.

Heute gibt es über 3.000 Jollibee-Restaurants, von denen mindestens 1.000 in Franchise betrieben werden. Über 1.400 der Restaurants befinden sich im Ausland. Auf dem Heimatmarkt gehören JFC weitere erfolgreiche Ketten wie Chowking, Greenwich Pizza, Red Ribbon Bakeshop, Mang Inasal und Burger King Philippines. International ist das Unternehmen auch Eigentümer der Superfoods Group und von Highland Coffee. Nach Jahren des stetigen Wachstums hat JFC einen Wert von fast 5 Mrd. USD und setzte 3 Mrd. USD im Jahr 2018 um.

Jollibees Kapitalerhöhung deutlich überzeichnet

Das Unternehmen machte seinen ersten Schritt in den Offshore-Kapitalmarkt im Januar dieses Jahres, indem es unbefristete Wertpapiere nach US-Dollar Regulation S ausgab. Die aufgenommenen 600 Mio. USD lagen über dem geplanten Abgabewert von 400 Mio. USD, weil die Nachfrage so groß war. Diese Nachfrage ermöglicht es JFC, in den ersten fünf Jahren einen Zinssatz von 3,9 % pro Jahr zu zahlen. Das ist der niedrigste Zins für unbefristete Wertpapiere mit fünfjähriger Laufzeit, die von einem philippinischen Unternehmen aufgelegt wurden.

Das laut Business Inquirer aufgebrachte Kapital soll die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Coffee Bean & Tea Leaf (CBTL) decken. Laut JFC soll der Schritt “ein stärkeres Fundament” für Wachstum schaffen, “um seine Vision zu erreichen, eines der fünf führenden Restaurantunternehmen der Welt zu werden”.

JFC erwarb CBTL mit Sitz in Kalifornien offiziell im September 2019. Die Café-Kette hat 1.200 Filialen in über 25 Ländern. JFC plant, die Marke in Asien auszubauen. Der Vorsitzende und Gründer des Unternehmens, Tony Tan Caktiong, sagt, der Kauf von CBTL werde es JFC ermöglichen, “ein wichtiger Akteur im großen, schnell wachsenden und profitablen Kaffeemarkt zu werden”.

Vision internationalen Wachstums

Im Januar 2020 eröffnete JFC seine ersten Jollibee-Filialen in Tampa Bay, Florida, und auf der Insel Maui. Zuvor öffneten bereits weitere in Kalifornien und Arizona. Jollibee strebt bis 2023 in den USA 150 und in Kanada 100 Filialen an und hat außerdem eine nordamerikanische Firmen-Niederlassung in Los Angeles eröffnet.

Für 2020 sind insgesamt 25 Jollibee-Eröffnungen in den USA und Kanada geplant. Dies wird die bisher größte Filialexpansion des Unternehmens in einem einzigen Jahr sein und markiert seine kontinuierliche Expansion in Übersee. Weitere Marken von JFC mit Filialen in den USA sind Red Ribbon und Chowking.

Die Übernahme von CBTL, wie CNN berichtete, sollte das internationale Geschäft des Unternehmens auf 36% des Gesamtumsatzes anheben.

Der jüngste Schritt auf dem Offshore-Kapitalmarkt dürfte dazu beitragen, die globalen Pläne von JFC zu finanzieren. Das Unternehmen plant ebenfalls eine weitere Expansion nach China, mit dem Ziel dort 1.000 Filialen zu etablieren.

In den letzten Wochen hat das Unternehmen jedoch aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs 14 Geschäfte in der Provinz Hubei geschlossen. JFC sagt allerdings, dass es weiterhin sehr bestrebt sei, ein profitables Geschäft in China aufzubauen und zu entwickeln.