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Apple in China: Bringen neue iPhone-Modelle den Aufstieg?

Apple China: iPhone Verkaufsstart
Apple in China: Verkaufsstart des iPhone

Apple hat drei neue Versionen des iPhones vorgestellt – darunter auch ein Einsteigermodell, um Wachstum außerhalb der High-End Konsumenten zu erreichen. Aber mit 749 US-Dollar liegt das iPhone XR über der 700 US-Dollar-Marke, von der Analysten prognostizieren, dass das Smartphone in Schwellenländern nur eine begrenzte Nachfrage haben wird. Besonders in China wird der Markt von deutlich billigeren lokalen Marken dominiert.

Apples Marktanteile sinken in Asien

China, der weltweit größte Smartphone-Markt, war seit Jahren ein Wachstumsmotor für Apple. Allerdings stagniert der Marktanteil des iPhones bei etwa 10 Prozent. Die heimischen Anbieter Huawei Technologies, Oppo, Vivo und Xiaomi belegten im zweiten Quartal 2018 in China die vordersten Plätze. Gemeinsam kommen sie laut dem Marktforschungsunternehmen Canalys auf einen Marktanteil von 82 Prozent.

Dieser Trend zeigt sich auch in anderen asiatischen Märkten. In Indien beispielsweise, dem zweitgrößten Smartphone-Markt der Welt mit 300 Millionen Nutzern, hat Apple nur einen Marktanteil von etwa 2 Prozent. Auch hier kontrollieren drei chinesische Marken – Xiaomi, Vivo und Oppo – nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IDC gemeinsam die Hälfte des Marktes. In den fünf großen aufstrebenden Märkten in Südostasien – Thailand, Malaysia, Philippinen, Indonesien und Vietnam – fiel der Marktanteil von Apple zwischen 2013 und 2017 von 6,5 auf 4,5 Prozent. Die chinesischen Konkurrenten Oppo, Vivo und Huawei konnten ihren Marktanteil im gleichen Zeitraum auf zwischen 0,3 bis 29,6 Prozent ausbauen.

Features für den asiatischen Markt

Experten erwarten daher, dass die neuesten iPhone Modelle in Asien nicht angenommen werden. Zu groß ist die Konkurrenz, die zudem nicht nur günstigere Modelle anbietet, sondern auch mit innovativen Funktionen bei der lokalen Bevölkerung punktet. Beispielsweise Beauty-Fotofunktionen, die hellere, klarere Haut sowie größere Augen machen – ein Schönheitsideal in vielen asiatischen Ländern.

Apple China
Apple in China und Asien: User werden weniger

Handelskrieg USA – China macht Apple zu schaffen

Abgesehen von dem verlangsamten Wachstum steht Apple auch einem erbitterten Handelskrieg zwischen den USA und China, seinen größten Märkten, gegenüber. Eine Eskalation der Spannungen zwischen den beiden würde die Lieferkette von Apple ernsthaft gefährden. Der Großteil der iPhones wird in China zusammengebaut. Komponenten wie Chips, Kameralinsen und Panels werden aus dem Ausland einschließlich der USA angeliefert.

Smartphones und ihre Komponenten stehen derzeit zwar nicht auf den Listen der Güter mit Zollgebühren der USA und China. Die Situation könnte sich aber ändern. Jüngst traten die neue Strafzölle der Regierung von US-Präsident Donald Trump von zehn Prozent auf Waren wie Elektronik und Möbel in Kraft. Damit ist die Hälfte aller Wareneinfuhren aus China mit Sonderzöllen belegt. Trump wirft China unfaire Handelspraktiken vor. China seinerseits hat als Reaktion ebenfalls weitere Zölle in Kraft gesetzt. Eine Ausweitung auch auf Elektronik-Bauteile für den Smartphone-Sektor würde Apple empfindlich treffen, da das Unternehmen mit höheren Kosten konfrontiert sein wird.