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Japanische Restaurants gewinnen nicht nur in Asien an Popularität

Japanische Restaurants werden immer beliebter
Kura Sushi USA mit erfolgreichem IPO im August 2019 (Quelle: rblfmr/Shutterstock.com)

Außerhalb Japans ist die Zahl japanischer Restaurants in ganz Asien innerhalb von zwei Jahren um 30% gestiegen. Die Zahlen stammen aus einer Umfrage des japanischen Ministeriums für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei, wie von Nikkei Asian Review berichtet. Insgesamt ist die Anzahl der Restaurants, die japanische Lieblingsspeisen servieren, von 118.000 im Jahr 2017 auf 156.000 im Jahr 2019 gestiegen ist.

Die wachsende Beliebtheit japanischer Restaurants ist nicht nur in Asien zu beobachten. Zahlen aus Nordamerika zeigen einen Anstieg um 20% und die Lateinamerikas um 30%. In der Region Ozeanien gibt es einen beträchtlichen Anstieg von 40%.

Die japanische Regierung hofft, dass der wachsende Sektor zu größeren Exporten von Agrar- und Fischereiprodukten für das Land führen wird.

Aber warum sind japanische Restaurants auf dem Vormarsch?

Der Aufstieg japanischer Restaurants in ganz Asien ist auf die Nachfrage aus der asiatischen Mittelschicht zurückzuführen. Schätzungen gehen davon aus, dass das Bevölkerungswachstum der Mittelschicht in der Region Asien-Pazifik zwischen 2010 und 2030 mehr als 500% betragen wird.

Aber die japanische Kochkunst wird nicht nur in Asien geschätzt. Weltweit verzeichnet sie wachsende Beliebtheit. Das kulturelle Erbe Japans wurde sogar anerkannt, indem die japanische Küche bereits 2013 in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. Das UNESCO-Abstimmungsgremium erklärte, dass es die spirituelle Tradition der Achtung der Natur, die mit „Washoku“ verbunden ist, schätzt. Washoku bedeutet in etwa „Nahrung Japans“ und hält sich an die Jahreszeiten. Traditionell umfasst es so u.a. zarte Bambussprossen im Frühjahr und Echten Bonito (Thunfisch) im Sommer, wenn er nicht mehr so fett ist. Und im Herbst kann es auch Grundnahrungsmittel wie frisch geernteten Reis „shin-mai“ enthalten.

Restaurantbranche profitiert vom Boom

Das japanische Sushi-Restaurant-Franchise Kura Sushi ist in den USA und Japan bereits äußerst erfolgreich. Im August 2019 wurde Kura Sushi USA an der Nasdaq gelistet und die Aktien sind seitdem um über 60% gestiegen. Die Muttergesellschaft ist an der Tokioter Börse notiert, und weitere Börsengänge in anderen Märkten könnten noch folgen.

Im Januar teilte das Restaurant seine Absicht mit, in Shanghai die erste Filiale auf dem chinesischen Festland zu eröffnen. Für das Jahr 2020 sind zehn weitere Restaurants im Land geplant. Kura Sushi hofft, seine nicht-japanischen Einnahmen bis 2030 auf 2,7 Mrd. USD verdoppeln zu können. Geplant sind weltweit 1.000 Franchise-Geschäfte.

Andere japanische Ketten wie Ichiran, Tsurutontan und Ippudo sind ebenfalls in den USA erfolgreich. Ichiran führte die „Solo-Dining-Erfahrung“ ein. Dabei können die Gäste ihre perfekt gestaltete Ramenschüssel praktisch alleine ohne Begleitung essen. Ichiran hat 75 Restaurants in den USA und sechs in Hongkong, Taiwan und den USA. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2018 einen Umsatz von 230 Mio. USD. Sushi-Sushi ist die beliebteste japanische Kette in Australien, mit mittlerweile 130 Standorten.

Japanische Restaurants können nur noch an Popularität und Anzahl rund um den Globus zunehmen. Eine vom Institute of Food Technologists (IFT) durchgeführte Umfrage unter den Verbrauchern in 24 globalen Märkten ergab, dass japanisches Essen an dritter Stelle der beliebtesten Gerichte steht. Nach italienischem Essen an erster Stelle und chinesischem Essen an zweiter Stelle. Japan selbst hatte 2019 die höchste Anzahl von Restaurantbesuchen pro Kopf der Welt.