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Mobile Payments: Asien ist weltweit führend

Mobile Payment in Asien nimmt zu: Street Food, bezahlt mit dem Smartphone (Quelle: B.Zhou/Shutterstock.com)
Kunde, der mit seinem Smartphone in Chengdu, China, Street Food bezahlt (Quelle: B.Zhou/Shutterstock.com).

Mobile Payment ist weltweit auf dem Vormarsch. Bis 2023 soll das globale Marktvolumen über 4,5 Billionen USD erreichen, prognostiziert Allied Market Research. Die Analysten schätzen die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 2017 bis 2023 auf 33,8%.

Allerdings gibt es weltweit Unterschiede, wenn es um die Akzeptanz von mobilen Zahlungen geht. Weltweit bezahlten derzeit 34% der Verbraucher ihre Einkäufe über mobiles Bezahlen im Geschäft, wie eine aktuelle Studie des globalen Beratungsunternehmens PwC ergab. Die Global Consumer Insights Survey 2019 zeigt, dass dabei Asien die höchste Nutzungsrate aufweist. Unter den Top-10 für Mobile Payments sind acht asiatische Länder. Sechs davon liegen in Südostasien: Thailand, Vietnam, Indonesien, Singapur, Philippinen, Malaysia.

Vietnam verzeichnet das stärkste Wachstum der Nutzer von Mobile Payments mit einem Anstieg von 24% innerhalb eines Jahres. 61% der Vietnamesen bezahlt ihre Transaktion über das Smartphone. In Thailand liegt die Adaptionsrate inzwischen bei 67%. Nur China hat eine höhere Rate. Der Umfrage zufolge bezahlen 86% der Chinesen ihre Transaktionen mit ihrem Smartphone.

Mobile Payment - Top 10. (Quelle: PwC Global Consumer Insights Umfrage 2019)
Top 10 mobiles Bezahlen und Zuwachs. (Quelle: PwC Global Consumer Insights Umfrage 2019)

iResearch schätzte Chinas Mobile-Payment-Markt im Jahr 2018 auf 27,7 Milliarden USD. Das ist ein Anstieg von 58% innerhalb eines Jahres. Der chinesische Dienst WeChat Pay ist die weltweit größte Mobile-Payment-Plattform mit über einer Milliarde aktiven Nutzern. Im Vergleich: die US-Unternehmen Paypal und Apple Pay haben 250 Millionen bzw. 383 Millionen Nutzer.

Mobile Payment: Ein Schritt näher an der finanziellen Inklusion

Die zunehmende Praxis des bargeldlosen Bezahlens beschleunigt auch die finanzielle Integration. Laut Weltbank ist ein Konto bei einer Bank oder einem mobilen Geldgeber ein entscheidender Schritt zur Überwindung der Armut. Die Weltbank stellte fest, dass die zunehmende Nutzung von Mobiltelefonen und dem Internet zur Durchführung von Finanztransaktionen zu einem Anstieg des Anteils der Kontoinhaber geführt hat, die Zahlungen digital senden oder empfangen. Zwischen 2014 und 2017 stiegen die Zahlen weltweit von 67 Prozent auf 76 Prozent und in den Entwicklungsländern von 57 Prozent auf 70 Prozent.

Indonesien zum Beispiel hat nach China, Indien und Pakistan die viertgrößte Bevölkerung ohne Bankkonto. Aber die Zahl der Kontoinhaber ist gestiegen: von 36% im Jahr 2014 auf 49% im Jahr 2018. Treiber für die finanzielle Integration sind Unternehmen wie der indonesische Fahrservice Gojek. Dessen Fahrer müssen ein Bankkonto eröffnen, um ihr Geld zu erhalten, das digital auf ein Konto gezahlt wird. Außerdem werden Gojek-Kunden ermutigt, bargeldlos zu bezahlen. Die eine Million Fahrer sind speziell darauf trainiert, Kunden für die Nutzung einer e-wallet – einer digitalen Brieftasche – zu gewinnen.

Gleichzeitig steigt auch die Akzeptanz von Mobile Payment in Indonesien. Laut PwC von 38% im Jahr 2018 auf 47% im Jahr 2019. Indonesien liegt damit global an fünfter Stelle wenn es um die Akzeptanz von mobilem Bezahlen geht.