Start Anlagestrategie Aktien China: chinesische Finanzwerte gegen externe Schocks

Aktien China: chinesische Finanzwerte gegen externe Schocks

China Aktien
China Aktien

Die globalen Aktienmärkte scheinen sich nach einer Woche des Ausverkaufs etwas zu beruhigen. Aber es ist vielleicht noch zu früh, um zu beurteilen, ob die Korrektur bei China Aktien vorbei ist oder ein weiterer großer Sturm vor der Tür steht. Obwohl es immer Unsicherheiten gibt, sind die fundamentalen Fundamentaldaten der Weltwirtschaft nach wie vor stark. Welche Aussichten sehen Experten für chinesische Aktien?

China Aktien: stabile Wirtschaft

Im vergangenen Monat hob der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum in den Jahren 2018 und 2019 an und sagte, dass die Steuersenkungen in den USA wahrscheinlich die Investitionen in die größte Volkswirtschaft der Welt ankurbeln und den wichtigsten Handelspartnern helfen würden.

Der IWF hielt jedoch an seiner Wachstumsprognose für die Schwellenländer für dieses und das kommende Jahr fest. Chinas Wirtschaft sollte um 6,6% wachsen. Für 2019 werden sich das Wachstum auf 6,4% verlangsamen. Dieser Abwärtstrend scheint sich fortzusetzen, da China seinen Fokus auf die Qualität des Wachstums verlagert hat. Allerdings wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im vergangenen Jahr um 6,9% und beendete damit sechs Jahre rückläufigen Wachstums.

Chinesische Aktien mit hoher Korrelation zu US-Markt

Im Januar 2018 hat der IWF die Wachstumsprognose für die meisten großen Volkswirtschaften fast zeitgleich nach oben korrigiert, was in den zehn Jahren seit der Finanzkrise äußerst selten war. „Unserer Meinung nach sollten wir die langfristigen Perspektiven berücksichtigen. Die kurzfristigen Schocks sind unvermeidlich, aber im Wesentlichen gesund. Nach der Marktkorrektur zu Beginn des Jahres werden die Aussichten auf eine reale Erholung und der Ausblick auf die aktuellen Anlagetrends an den Finanzmärkten deutlicher besser sein“, sagt Cheng Shi, Chefvolkswirt von ICBC International in Hongkong, in seinem jüngsten Marktkommentar.

Gao Ting, Head of China Strategy bei UBS Securities, analysierte in seinem jüngsten Aktienstrategiebericht die Korrelationen zwischen chinesischen Aktien verschiedener Sektoren mit globalen Volatilitäten und dem US-Dollar. Dabei spielen die Risiken von Aktienleihgeschäften vor dem Hintergrund der neuen Regeln zur Reduzierung des Hebelung im Aktienmarkt eine besondere Rolle.

China Aktien: Finanzwerte bieten Schutz

Mit dem hohen Korrelationskoeffizienten des S&P 500 und des MSCI China von 0,63 seit 2010 ist es nicht verwunderlich, dass der MSCI China im Zuge der jüngsten globalen Marktturbulenzen stark gefallen ist. Ting schreibt, dass Sektoren mit niedrigeren Korrelationen wie Telekommunikation (0,18), Energieversorger (0,30), Verbrauchsgüter (0,34) und Immobilien (0,40) traditionell defensiver sind und ein gewisses Polster gegen externe Schocks bieten sollten, wenn sie sich fortsetzen.

„Bei intakten Fundamentaldaten glauben wir, dass die gegenwärtige Marktkorrektur weitgehend von Gefühlen bestimmt ist und nicht von langer Dauer sein wird”, so Ting in seinem Bericht weiter: Unter dem Einfluss einer globalen Wachstumssteigerung und einer Verlangsamung in China (Basisszenario) halte man eine ausgewogene Verteilung zwischen zyklischen und defensiven Aktien für gerechtfertigt. Unter den Branchen präferiere die UBS nach wie vor Finanzwerte (große Banken und Versicherungen), Verbrauchsgüter, Tourismus und Gesundheitswesen, heißt es in dem Bericht weiter.

Chinesische Bankaktien gelten als attraktiv

Obwohl der MSCI China Index im Jahr 2017 um 54% gestiegen ist, weist er derzeit immer noch einen Abschlag von 23% gegenüber dem MSCI World Index auf. Chinesische Banken und Versicherungen sehen im Vergleich zu anderen Branchen immer noch attraktiver aus. Analysten gehen davon aus, dass chinesische Banken in diesem Jahr mehr Aufwärtspotenzial haben. Darauf deuten der Rückgang schwieriger Kredite hin. Gleichzeitig sorge das stabile wirtschaftliche Umfeld für eine stärkere Nachfrage nach Krediten.

Laut Natixis’ Global Economic Research scheinen chinesische Banken bedeutende Fortschritte bei der Reduzierung von Problemkrediten gemacht zu haben. Der Gesamtbetrag der angekündigten Debt-to-Equity (D/E)-Swaps hat 1.048 Mrd. RMB erreicht, was 1,1% der gesamten Kredite Ende 2017 entsprach. „Wir erwarten von den Banken eine Verbesserung der Rentabilität, wenn die angekündigten Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt werden.