Start Anlagestrategie Japanfonds: Nikkei auf dem Weg zu 40.000 Punkten?

Japanfonds: Nikkei auf dem Weg zu 40.000 Punkten?

Japanfonds Manager Yunyoung Lee
Japanfonds: Manager Yunyoung Lee

Japan ist nach einer guten Entwicklung des Aktienmarktes in den vergangenen Jahren wieder in den Anlegerfokus gerückt. Seit dem Amtsantritt von Shinzo Abe im Jahr 2012 hat sich der Nikkei 225 mehr als verdoppelt. Einige Investoren fragen sich nach den starken Kursgewinnen, ob japanische Aktien bzw. Japanfonds immer noch ein Engagement wert sind?

Die japanische Wirtschaft hat eine jahrzehntelange Rezession hinter sich. Seit dem Platzen der Japanblase im Jahr 1990 schlidderte das Land in eine lang anhaltende Krise. Erst seit dem Jahr 2010 ist Besserung in Sicht. Die Wirtschaft wächst seitdem wieder. Befördert wurde dies hauptsächlich durch die Abenomics genannten geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen unter der Regierung von Premierminister Shinzo Abe.

Japans billiges Geld

Doch die permanente Deflationsgefahr in Verbindung mit lockerer Geldpolitik sorgten weiterhin für Enttäuschung bei Investoren. Japan verfolgte im Abwertungswettlauf der Hartwährungen den Kurs des billigen Geldes am kompromisslosesten. Durch die deutliche Abwertung des japanischen Yen gegenüber dem US-Dollar blieb von den nominalen Gewinnen kaum etwas übrig.

Das hat sich geändert. Von Dezember 2012 bis Dezember 2017 hat der Yen gegenüber dem US-Dollar um 30,3 % abgewertet. Der Nikkei 225 legte im gleichen Zeitraum jedoch um 119% zu. Die gute Performance drängt jedoch die Frage auf, wieviel Potenzial für japanische Aktien noch bleibt? 

Nikkei: 40.000 Punkte bis 2020?

Janus Henderson Fondsmanager Yunyoung Lee ist sehr optimistisch für japanische Aktien. Trotz des steilen Kursanstiegs liege das KGV im Nikkei 225 bei 15, die durchschnittliche Dividendenrendite beträgt 2%. Das sei absolut angemessen, so der Japaner-Spezialist.

Lee managt seit 2005 den Janus Henderson Horizon Japanese Smaller Companies. Japan sei der einzige Markt global, der immer noch weit hinter seinen historischen Höchstständen zurückliegt. 1990 markierte der Nikkei 225 seine Allzeithoch bei 40.000 Punkten – ein Wert, den der Index seither nicht mehr annährend erreicht hat.

Japanfonds setzt auf Stock Picking

Das Basisszenario von Janus Henderson geht davon aus, dass der Nikkei 225 in 2 bis 3 Jahren bei 40.000 Punkten steht. Das wäre nochmals eine Verdopplung gegenüber dem aktuellen Indexstand. Aktuell bewegt sich der Nikkei 225 bei rund 20.000 Punkten.

Der Janus Henderson Japanfonds setzt jedoch nicht auf die Indexschwergewichte aus dem Nikkei 225. Der 675 Mio. USD schwere Fonds investiert in Mid- und Small-Cap-Werte. Das Team um Fondsmanager Yunyoung Lee sucht als klassischer Stock Picker unterbewertete, kleinere Unternehmen, die etwa Übernahmeziele größerer Wettbewerber werden könnten.

Portfolio aus 50 japanische Aktien

Kleinere Unternehmen bedeutet nach der Definition von Lee eine Marktkapitalisierung von bis zu 5 Mrd. USD. Die durchschnittliche Marktkapitalisierung der Portfoliounternehmen liegt bei 1,1 Mrd. USD. Damit bewegt sich der Japanfonds in einem Bereich, der traditionell nur schwach von Analysten abgedeckt wird. Dies schafft Raum für aktives Stock Picking.

Der Japanfonds von Janus Hernderson folgt einem Bottom-up Ansatz. Aus einem Universum von 3.600 Aktien werden Large Caps und illiquide Small Caps weggefiltert. Über internes und externes Research reduziert sich die Shortlist auf 200 Aktien. Aus den vielversprechendsten Ideen wird ein konzentriertes Portfolio aus 50 Aktien gebildet.

Japanfonds Investmentprozess
Investmentprozess des Janus Henderson Japanfonds. Quelle: Janus Henderson

Auf der Suche nach Kaufgelegenheiten

Die Strategie des Janus Henderson Japanfonds liegt im Identifizieren von falsch bepreisten Kaufgelegenheiten. Yunyoung Lee sucht nach Katalysatoren, die Veränderungen andeuten. Durch Unternehmensanalysen sollen Veränderungen frühzeitig erkannt werden, die Auswirkungen auf das Wachstumspotenzial und den Aktienkurs haben.

Schwerpunkte im Portfolio ergeben sich aus dieser Strategie bei zyklischen Konsumwerten sowie Industrieunternehmen, die jeweils einen Anteil von 29,3% und 25% am Fonds darstellen. Technologiewerte sind eher unterrepräsentiert.

Corporate Governance als Kurstreiber

Ein weiteres Argument für den Mid-Cap-Bereich sieht das Janus Henderson Team in der Verbesserung der Corporate Governance Strukturen in Japan. Transparenz und Reportingstrukturen entsprachen laut Lee in Japan in der Vergangenheit nicht internationalen Standards. Das galt vor allem für kleinere Unternehmen. „Wir suchen gezielt nach Unternehmen, die ihre Corporate Governance-Strukturen verbessern“, so Yunyoung Lee.

Die japanische Finanzmarktaufsicht FSA hat im Februar 2014 einen Verhaltenskodex zur treuhänderischen Verpflichtung erlassen. Im Juni 2015 wurde der neue Corporate Governance Code in Japan eingeführt. Beides dürfte helfen, internationale Standards zu erreichen und Investorengeld anzuziehen, so Lee weiter.  

Japanische Aktien mit Rekorddividenden

Doch nicht nur die Corporate Governance verbessert sich in Japan. Die Ertragslage japanischer Unternehmen war selten so gut wie heute. Kräftig sprudelnde Unternehmensgewinne verhalfen den Dividenden 2017 in Japan zu einem neuen Rekord. Die Ausschüttungen erhöhten sich um 8,1% auf 70 Mrd. USD. Das entspricht – um Währungseffekte bereinigt – einem Wachstum von 11,8% gegenüber dem Vorjahr.

Japan Aktien Dividenden
Dividendenzahlungen und Buy-back-Programme japanischer Unternehmen. Quelle: Janus Henderson

Japanische Unternehmen haben reichlich Cash in den Bilanzen. Der Anteil ist seit 10 Jahren kontinuierlich gestiegen. Das zeigt der Vergleich des japanischen Topix mit internationalen Indizes. Japanische Unternehmen nutzen die komfortable Kapitaldecke nicht nur für Dividendenausschüttungen, sondern auch für Aktienrückkaufprogramme. Das sollte die Kurse weiter antreiben.

Japanische Aktien Cash
Japanische Unternehmen mit hohem Cash-Anteil. Quelle: Janus Henderson

Japanfonds ließ 2017 Rendite liegen

Doch auch hier sieht die Regierung Abe Handlungsbedarf. Aktienrückkaufprogramme und Dividendenausschüttungen an die Aktionäre alleine sind nicht sonderlich innovativ. Die Regierung will mit steuerlichen Investitionsanreizen gegensteuern. Diese Maßnahme sollte die Binnennachfrage in Japan auch in den kommenden Jahren unterstützen.

Für den Japanfonds von Yunyoung Lee lief das Jahr 2017 mittelmäßig. Der Fonds blieb hinter Benchmark und Fondsvergleichsgruppe zurück. Das lag laut Fondsmanager einerseits an zwei falschen Entscheidungen bei Technologieaktien. Aber auch die Sektorallokation habe eine Rolle gespielt. Die Performance im Topix-Index kam 2017 hauptsächlich aus Small und Micro Caps. Die Positionierung des Janus Henderson Japanfonds im Mid Cap-Bereich konnte nicht mithalten.

Solide gemanagter Japanfonds

Japanfonds Performance
Performance des Janus Henderson Japanfonds. Quelle: Janus Henderson

Trotzdem ist der Janus Henderson Japanese Smaller Companies ein solides Investment in japanische Aktien unterhalb des Nikkei 225. Das zeigt sich am langfristigen Track Record, der über der Fondsvergleichsgruppe und der Benchmarkt liegt. Im Vergleich zur Fondskategorie hat der Fonds ein eher konservatives Risiko-Rendite-Profil. Kontinuität und Erfahrung sprechen für den Japanfonds. Yunyoung Lee ist seit 13 Jahren bei Janus Henderson für japanische Aktien verantwortlich.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von business.customer.gatrixx.com nachzuladen.
Inhalt laden »

PGlmcmFtZSBpZD0iYWR2YW5jZWRfaWZyYW1lIiAgbmFtZT0iYWR2YW5jZWRfaWZyYW1lIiAgc3JjPSIvL2J1c2luZXNzLmN1c3RvbWVyLmdhdHJpeHguY29tL2FzaWFGdW5kTWFuYWdlci9pbmRleC5odG4/aXNpbj1MVTAwMTE4OTAyNjUiICB3aWR0aD0iMTAwJSIgIGhlaWdodD0iMjg1MHB4IiAgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiICBib3JkZXI9IjAiICBhbGxvd3RyYW5zcGFyZW5jeT0idHJ1ZSIgIHN0eWxlPSI7d2lkdGg6MTAwJTtoZWlnaHQ6Mjg1MHB4OyIgIGFsbG93ZnVsbHNjcmVlbiAgb25sb2FkPSc7YWlSZXNpemVJZnJhbWUodGhpcywgJnF1b3Q7ZmFsc2UmcXVvdDssJnF1b3Q7MSZxdW90Oyk7JyA+PC9pZnJhbWU+